Keine Profite mit der Gesundheit! 

Alarm schlagen für unser Gesundheitswesen!

Wer Wir Sind:

Die „Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“ (SDAJ), ist eine Selbstorganisation von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, jungen Arbeiterinnen und Arbeitern, Studentinnen und Studenten, die der Meinung sind, dass Klatschen nicht reicht! Das Gesundheitswesen wurde jahrelang kaputt gespart um auf dem Rücken der Beschäftigten Kohle zu machen. 
Zu wenige Intensivbetten, Mangel an Schutzkleidung und zu wenig Personal – jetzt, in Zeiten der Coronakrise treten die Schwächen unseres Gesundheitswesens noch deutlicher zutage.

Wir brauchen eine Kehrtwende und zwar sofort! Lasst uns im Rahmen der Möglichkeiten deshalb noch lauter werden und öffentlich Druck ausüben!

 

DIE URSACHEN:

Seit der Einführung der Fallpauschalen ist es möglich, aus dem Gesundheitswesen Profit zu schlagen. Das führt einerseits dazu, dass dieser Bereich für private Investoren attraktiv wird, die die Privatisierung des Gesundheitswesens vorantreiben. Andererseits zwingt es die einzelnen Krankenhäuser dazu, gegeneinander in Konkurrenz zu treten. Die Leidtragenden sind das Klinikpersonal, das unterbesetzt, unterbezahlt und oft ausgelagert in der täglichen Arbeitshetze über seine eigenen Grenzen hinausgehen muss und dabei die Patientinnen und Patienten nicht ausreichend versogen kann.

Aktiv Werden:

Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist der alamierende Zustand unseres Gesundheitssystems bewusst und sie zeigen ihre Anerkennung für die Arbeit, die die Klinikbeschäftigten gerade in der jetzigen Krise leisten, sei es durch Nachbarschaftshilfen oder abendliche Klatschaktionen am Fenster.

Wir sagen – das ist schön, reicht aber nicht! Wir müssen auf die Missstände aufmerksam machen und gegen sie protestieren!

Durch unsere Kurzkampagne: „Gesundheit statt Profit“, machen wir als SDAJ auf eben genau diese Misstände aufmerksam und protestieren dagegen durch verschiedene Aktionsformen. 
Wenn auch du den Zustand unseres Gesundheitssystems arlamierend findest und dagegen aktiv werden möchtest, nimm Kontakt zu deiner nächsten Ortsgruppe auf, mach bei den Aktionen mit und werde ein Teil der SDAJ!

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Gemeinsam Krach machen

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Im ganzen Stadtviertel, überall

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zur selben Zeit

Da Protest auf der Straße zur Zeit nicht möglich ist, fordern wir euch auf, laut zu werden. Schnappt euch Töpfe, Deckel usw und macht Krach am Fenster! Malt Transparente und bastelt Schilder, die ihr während der Aktion aus dem Fenster hängt! Filmt euren Protest und verbreitet ihn auf social media!

Unsere Forderungen:

Mit dieser bundesweiten Aktion fordern wir:

  1. Mehr von euch, ist besser für alle – jetzt erst Recht!
    1. Ausreichende Versorgung der Krankenhausbeschäftigten mit Schutzkleidung, Desinfektionsmittel, Tests etc.
    2. 500€ Gefahrenzulage pro Monat und 4.000€ Brutto Einstiegsgehalt für alle Krankenhausbeschäftigten
    3. Weg mit der Zwangsverpflichtung von im Pflegebereich Ausgebildeten!
    4. Entlastung durch sofortige Wiedereinführung der Personaluntergrenzen, Arbeitszeitverkürzung und eine gesetzliche, bedarfsdeckende Personalbemessung für alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen
  2. Milliarden für Gesundheit statt für Rüstung und Großkonzerne!
    1. Erhalt und Ausbau aller Krankenhäuser durch staatliche, bedarfsdeckende Ausgaben für die Gesundheit
    2. Mehr Geld für bessere Arbeitsbedingungen der Krankenhausbeschäftigten
  3. Keine Profite mit der Gesundheit!
    1. sofortige Aussetzung und Abschaffung von Fallpauschalen (DRGs), Konkurrenz und Profitprinzip
    2. Gegen Privatisierung und Ökonomisierung von Krankenhäusern
    3. Demokratische Kontrolle des Gesundheitswesens durch die Beschäftigten und Beitragszahler der Krankenkassen
Corona Virus als Verursacher der Krise?
Die aktuelle Wirtschaftskrise, befeuert durch das Coronavirus, lässt die Widersprüche unserer Gesellschaft deutlicher hervortreten, so auch den besorgniserregenden Zustand unseres Gesundheitssystems. Die Zahl der im Gesundheitswesen beschäftigten Infizierten steigt an und die Ausgangsbeschränkungen wurden auch mit Verweis auf die mangelnden Kapazitäten in den Kliniken eingeführt. Auch weiterhin ist dies der Fall, jetzt kommt es allerdings bundesweit zu Lockerungen.

Schuld ist Corona?

Sicherlich verschärft das Virus die Lage, doch ist es nicht der Grund für Personalmangel, fehlendes Schutzmaterial und knappe Versorgungskapazitäten. Er trifft lediglich auf ein marodes Gesundheitssystem und bringt dessen Schwachstellen noch deutlicher zum Vorschein.

Alles Zufall?

All dies ist nicht Ergebnis von Fehlplanun-gen oder dem Versagen Einzelner. Mit der Einführung der Fallpauschalen (DRGs),-der einen gezielten Abbau vor allem von Pflegepersonal vorantrieb, sind Kranken-häuser und die anderen Gesundheitsein-richtungen gezwungen, miteinander in Konkurrenz zu treten. Statt die getätig-ten Behandlungskosten bedarfs-gerecht abrechnen zu können, müssen die einen – vornehmlich öffentliche Häuser – sparen, um mit dem Geld auszukommen. Die anderen – besonders private Häuser, deren Zahl weiter zunimmt – können sich die „Filetstücke“ rauspicken und Profit aus dem Gesundheitswesen schlagen. Allein der private Klinikkonzern Fresenius-Helios machte 2018 einen Gewinn von 686 Millionen Euro.Gesundheit vor Profit!Die aktuelle Wirtschaftskrise, befeuert durch das Coronavirus, lässt die Widersprüche unserer Gesellschaft deutlicher hervortreten, so auch den besorgniserre-genden Zustand unseres Gesundheitssystems. Die Zahl der im Gesundheitswesen beschäftigten Infizierten steigt an und die Ausgangsbeschränkungen wurden auch mit Verweis auf die mangelnden Kapazitäten in den Kliniken eingeführt. Auch wei-terhin ist dies der Fall, jetzt kommt es allerdings bundesweit zu Lockerungen. Schuld ist Corona? Sicherlich verschärft das Virus die Lage, doch ist es nicht der Grund für Personalmangel, fehlendes Schutzmaterial und knappe Versorgungskapazitäten. Er trifft lediglich auf ein marodes Gesundheitssystem und bringt dessen Schwachstellen noch deutlicher zum Vorschein. 

Wir sagen: Gesundheit statt Profite!

Mit der gesetzlichen Einführung der Fallpauschalen erhielt die Profitlogik auch im Gesundheitswesen Einzug. Damit machte der deutsche Staat einmal mehr deutlich, dass ihm die Profite Weniger wichtiger sind, als die Gesundheit und die Arbeitsbedingungen Vieler. Statt ausreichend Geld für mehr Personal und angemessene Gehälter zur Verfügung zu stellen, werden jedes Jahr Milliarden für Rüstung und Militär ausgegeben. Und auch jetzt in der Coronazeit, in der die Wichtigkeit eines gut ausgebauten Gesundheitswesens noch deutlicher wird, verabschiedet die Bundesregierung lieber Milliardenhilfen für Banken und Konzerne, statt eine bedarfs-gerechte Finanzierung des Gesundheitswesens einzurichten. Dass es anders geht, wird beispielsweise durch einen Blick nach Cuba deutlich: Dort ist die Gesundheitsversorgung kostenlos und das Land, das eine höhere Ärztedichte als Deutschland aufweist, ist sogar in der Lage, medizinisches Personal in andere Staaten zu schicken, um diese bei der Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen.

Was tun?

Die notwendigen Verbesserungen werden uns nicht geschenkt! Wir müssen sie zusammen erkämpfen! Dafür ist die Solidarität aller mit den Beschäftigten im Gesundheitswesen notwendig.
Lasst uns durch gemeinsame Aktionen auf den katastrophalen Zustand aufmerksam machen und die Beschäftigten unterstützen, wann immer sie für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen!